WEIDEN DES MONTE BALDO

Allgemein sind die Weiden des Monte Baldo nicht natürlichen Ursprungs, sondern wurden von den Viehzüchtern und Hirten geschaffen. Früher waren die Wälder viel verbreiteter (wie der Name des Berges selber aussagt, da “Baldo” vom deutschen Wort “Wald” herstammt). Im Laufe der Jahrhunderte hat der Mensch in die Welt der Pflanzen und des Bodens eingegriffen, um den anfänglichen Wald zu beseitigen und dann aus den gesäuberten Flächen Weiden zu machen.

Die Viehzüchter versuchen, die Futterproduktivität der Weiden zu erhalten, indem sie das Vordringen des Waldes, der die Flächen der künstlich gewonnenen Weiden zurückerobern will, zu kontrastieren. Die traditionelle Art des freien Weidens trägt zur Verschlechterung der  Weideflächen bei, da die Tiere, die sich von den besten Gräsern nähren, somit einen starken selektiven Druck ausüben, der  eine immer größereVerbreitung der für das Vieh weniger appetitlichen Grasarten fördert.

Heutzutage werden weniger Tiere auf die Weide gebracht als früher. Die potentiell produktiveren Flächen sind die Impluviumbecken, die frischer sind und tiefere und fruchtbarere  Böden besitzen. Häufig unterliegen  sie aber einer Invasion von krautigen  und strauchigen Infestanten und verlieren dadurch an Produktivität. Die Gebiete auf den steilsten Abhängen  und auf den Bergrücken haben oft eine geringere Produktivität. Die steilsten und felsigsten  Hänge, die für das Rindvieh nur schwer zugänglich sind, werden deshalb für die Schafszucht benutzt.

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