LUCHS

Der Luchs scheint offiziell nicht unter den Tieren auf dem Monte Baldo auf und es sieht aus, als ob er auf dem italienischen Gebiet verschwunden sei.

Es handelt sich um  große (80-120cm) Katzen mit typischen Haarpinseln sowohl auf den  Ohrenrändern als auch auf den Schnauzenseiten.  Die Fellfärbung ist variabel und reicht von sandfarben über rotbraun und braun bis grau. Oft ist das Fell auch gefleckt. Die Pfoten sind groß und haarig und die Luchse können ihre Krallen einziehen. Somit kann sich das Tier mit Leichtigkeit auch im Neuschnee bewegen und dazu so leise, daß  es kaum wahrnehmbar ist. Seine sprichwörtliche ausgezeichnete  Sicht (Luchsaugen) und sein feines Gehör machen aus ihm einen perfekten Jäger.

lince
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Der Luchs wohnt einsam in den dichtesten Wäldern mit vorwiegend rauhen und felsigen Böden, die seine Jagd erleichtern und ihm zudem eine Zuflucht im Winter oder während der Pflege der Jungtiere bieten. Er jagt hauptsächlich kleine oder mittelgroße Tiere wie Wildhasen, Kaninchen, Nagetiere, Füchse, Vögel und Reptilien. Aber er greift auch größere Tiere wie Rehe, junge Hirsche und Gämsen an. Deshalb wurde er in der Vergangenheit auch als “lupo cerviero”(Hirschwolf) bezeichnet. Die von Erfolg gekrönte Einführung des Rehs am Monte Baldo trägt dazu bei, daß ein großer Teil seiner Fläche zu einem perfekten Lebensraum für den Luchs wurde.

In der Vergangenheit glaubte man, daß der Luchs ein gefährliches Tier sei und deshalb (und aufgrund seines schönen gelbbraunen getupften Felles, das die Wildererer anzog) wurde er verfolgt und ausgerottet. In der Wirklichkeit handelt es sich um ein schwer fassbares, scheues und intelligentes Tier und deshalb kann der Mensch ihm nur schwer begegnen. In letzter Zeit gibt es Zeichen seiner Rückkehr nach Norditalien und seine Anwesenheit ist auch in Gegenden, wo man glaubte, er sei verschwunden, bestätigt worden. Bist du sicher, daß ein Luchs dich nicht vom Baum hinter dir beobachtet?

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