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GLACIAZIONE

DIE FLORA DES MONTE BALDO

Der Monte Baldo ist berühmt wegen seiner reichen Flora: Beinahe 2000 Wildpflanzen oder eingebürgerte Pflanzen sind registriert worden. Dazu gibt es eine große Anzahl von Endemiten (Pflanzen, die man nur in einer bestimmten, klar abgegrenzten Umgebung vorfindet): Auf dem Monte Baldo kommen über 70 Arten, deren Verbreitungsgebiet ausschließlich in den Alpen liegt, vor.

Ein Grund für die Besonderheit der Flora des Monte Baldo ist, daß der Monte Baldo während der letzten Eiszeit wie eine Insel von den Gletschern des Gardasees und des Etschtales umgeben war. Das hat das Überleben vieler voreiszeitlichen Arten mit sich gebracht wie auch die Evolution von neuen Arten in dieser geografischen Isolierung. In der Nacheiszeit sind zahlreiche thermophile Arten aufgrund des milden vom Gardasee beeinflußten Klimas eingewandert.

Der große Reichtum an verschiedenen Pflanzen ist auch auf das Vorkommen aller Vegetationsgürtel in einem relativ kleinen Territorium – vom thermophilen submediteranen Gürtel bis zum alpinen Gürtel der Gipfel –  zurückzuführen.

Wichtig ist natürlich auch die zentrale Lage des Monte Baldo in der langen Kette der Voralpen, zwischen den Bergamaskischen und Brescianer Voralpen im Westen und den Lessinischen Bergen und Feltriner Voralpen im Osten.

Der Monte Baldo steht aufgrund seines Pflanzenreichtums seit Jahrhunderten im Mittelpunkt des Interesse aller großen Botaniker und das hat zu vielen gelehrten Publikationen geführt, vom Viaggio del Monte Baldo von Calzolari (1566) (Reise zum Monte Baldo) bis zur Flora illustrata del Monte Baldo von Prosser, Bertolli e Festi (2009) (Illustrierte Flora des Monte Baldo).

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