DIE SCHLANGEN

Die Schlangen sind kaltblütig (ekotherm). Das bedeutet, daß sie im Innern keine Wärme erzeugen können und daher für ihre Vitalfunktionen genügend Wärme aus der Umgebung bekommen      müssen. Eine Folge davon ist der geringe Nahrungsbedarf: Viele Arten können  über lange Zeiträume hin fasten. Wenn es kalt wird, werden sie langsam, träge und können sogar in einen richtigen Winterschlaf versinken. Die verbreitetsten Arten auf dem Monte Baldo sind die Aspisviper und die Gelbgrüne Zornnatter.

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Aspis Viper

Sie ist höchstens 80 cm lang und man erkennt sie aufgrund der vertikalen elliptischen Pupillen, der angehobenen  Kopfoberfläche, des vom Körper abstehenden Schwanzes und ihrer hellgrauen bis rotbraunen Farbe. Die Zeichnung der Oberseite variiert erheblich (Zig-Zagstreifen, Fleckchen oder homogene Färbung). Sie wohnt in frischen und sommigen Orten, in vegetationsarmen Gebieten, Wiesen, Weiden und hauptsächlich  auf steinigen Böden. Sie nährt sich von Mäusen, Eidechsen und kleinen Vögeln. Wenn sie nicht gestört wird, stellt sie keine Gefahr für die Menschen dar. Ihr Biß ist selten  tödlich.

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Die Gelbgrüne Zornnatter

Der Rücken der Gelbgrünen Zornnatter ist blauschwarz mit gelben Flecken, die nach vorne zu dünnen Querstreifen zusammenfließen können. Zum Schwanzende hin sind die gelben Flecken in Längsstreifen angeordnet. Die Unterseite ist gelblich. Die erwachsenen Tiere erreichen eine Länge von 10-130 cm. Sie ist tagaktiv, sehr wendig und schnell und zudem eine ausgezeichnete Kletterin und eine gute Schwimmerin.  Falls gestört, flüchtet sie schnell in ein sicheres Versteck. Sie ist auch imstande, sich mit Bissen zu verteidigen, die aber nicht gefährlich sind, weil sie über kein Gift verfügt. Sie nährt sich von anderen Reptilienarten, von Vogeleiern oder Bruten, von kleinen Säugentieren und Amphibien.

German

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