DIE KRIEGSAKTIONEN 1848

Während des ersten Freiheitskrieges (1848) fanden auch auf der östlichen Seite des Monte Baldo Kriegsaktionen statt. Für das piemontesische Heer war der Besitz der Pässe Cerbiolo, Campione und Corona zur Kontrolle des Novezzatales und des Etschtales strategisch wichtig, da sich dort die österreichischen Truppen bewegten.

Am 18.Juni 1848 gelang es den Piemontesern, mit einem Kontingent von 700 Soldaten  (ein Infanteriebataillon und freiwillige Bersaglieri, die zum Großteil Studenten waren), auf den  Höhen  Basiana und Pravazzar nach einem dreistündigen Zusammenstoß einen nächtlichen Angriff von seiten 2000  Österreichern, die aus Madonna della Neve kamen, zurückzuwerfen. Die Piemonteser beklagten drei Tote (die freiwilligen Bersaglieri Antonio Longoni, Sebastiano Roggiapane und Giovanni Battista Sacchieri) und ungefähr fünfzehn Verwundete. Die Österreicher hingegen etwa dreißig Tote, verschiedene Verwundete und zirka fünfzehn Gefangene.

Am 22. Juli 1848 widerstand eine Piemonteser Kompanie lange einem Angriff von zirka 6-7000 Österreichern auf der Linie Sdruzzenà-Fortino bei Peagne dank der Abwehrbauten (die heute noch sichtbar sind – eine kleine Kanone inbegriffen) auf der kleinen Festung. Nach vier Stunden Kampf kam der Befehl zum Rückzug nach Rivoli. Die zähe Verteidigung hielt die Österreicher  genügend auf, damit die in Rivoli stationierten Piemonteser Nachschub erhalten konnten und am Ende siegten (der Sieg wurde dann allerdings von der Niederlage in Custoza am 25.Juli entkräftet). Mehrere sowohl piemontesische als auch österreichische Gefallene wurden in der Ortschaft “Buse dei Morti” begraben. Heute noch gibt es dort einen Grabhügel mit einem großen Kreuz, das mehrere Namen trägt.

German

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