DIE FAUNA DES MONTE BALDO

Die derzeitige Verteilung der Tierarten auf dem Monte Baldo hängt stark von der für diesen Berg typischen umweltlichen und zeitlichen Verschiedenartigkeit ab.

Aus den bisher erfolgten naturalistischen Untersuchungen scheint hervorzugehen, daß der Großteil der endemischen Baldotierarten ihren Ursprung im Quartär hat und hauptsächlich auf den Gipfelzonen vorkommt.

Besonders ist die Fauna der Wirbeltiere anwesend und dazu zählen viele Arten, die in den Umweltrichtlinien 1992/43 /EWG und den Richtlinien Vögel 1979/409/ EWG aufscheinen.

Unter den Amphibien sind charakteristische Vertreter wie die Gelbbauchunke (Bombina variegata), der italienische Kammmolch (Triturus carnifex), der italienische Laubfrosch (Hyla intermedia), der Springfrosch (Rana dalmatina).

Die bedeutendsten Arten unter den Schlangen hingegen sind die Gelbgrüne Zornnatter (Hierophis viridiflavus), die Äskulapnatte (Zamenis longissimus) und die Kreuzotter (Vipera aspis).

Sehr viele Vogelarten bevölkern die verschiedenen Bereiche des Monte Baldo. Die interessantesten sind: Der Schwarzmilan (Milvus migrans), der Rotmilan (Milvus milvus), der Bartgeier (Gypaetus barbatus), der Steinadler (Aquila chrysaetos), der Wespenbussard (Pernis apivorus), der Wanderfalke (Falco peregrinus), der Rotfußfalke (Falco vespertinus), das Haselhuhn (Bonasa bonasia), das Schneehuhn (Lagopus mutus), das Birkhuhn (Tetrao tetrix), der Auerhahn (Tetrao urogallus), das Steinhuhn (Alectoris graeca), der Mornellregenpfeifer (Charadrius morinellus), der Sperlingskauz (Glaucidium passerinum), der Rauhfußkauz (Aegolius funereus), der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus), der Schwarzspecht (Dryocopus martius) usw.

gallocedrone

Tetrao urogallus
L.

aquila

Aquila chrysaetos
L.

gufo

Aegolius funereus

L.

Die Säugetiere hingegen werden von verschiedenen _Fledermausarten vertreten, aber hauptsächlich von Arten, die erst seit kurzem wieder die Baldokette besuchen oder die gegen Ende des letzten Jahrhunderts vom Menschen mit Erfolg wieder angesiedelt wurden. Es handelt sich vor allem um das Murmeltier (Marmota marmota), das von der Provinz Verona ab 1975 wieder angesiedelt wurde und die Gams (Rupicapra rupicapra), die seit 1987 aufgestockt wird. Beide Arten sind heute auf dem gesamten Massiv weit verbreitet.

volpe

Vulpes Vulpes

L.

tasso

Meles Meles

L.

capriolo

Capreolus Capreolus

L.

Besonders bedeutend sind am Ende die jüngsten Meldungen über Tiere, die seit Jahrzehnten auf dem Monte Baldo nicht mehr registriert wurden und die zurückgekommen sind und zwar natürlich aus Grenzgebieten. Das gilt für den Hirsch (Cervus elaphus), den Braunbären (Ursus arctos) und den Luchs (Lynx lynx).

Diese zwei letzten Arten haben eine besondere naturalistische Bedeutung, da ihr Wiedererscheinen ein eindeutiges Signal dafür darstellt, daß der Mensch nun der Integrität des Territoriums mehr Aufmerksamkeit schenkt .

lince

Lynx Lynx

L.

Ursus arctos
L.