DACHS

Der Dachs ist ein Fleisch fressendes Tier der Familie der Mustelidaen. Er hat einen weißen Kopf mit zwei schwarzen Streifen von den Augen bis zu den Ohren. Auch der Schwanz ist weiß und im Gegensatz zu den anderen  Mustelidaen  breit. Die Pfoten sind breit mit robusten Nägeln. Mit ihnen gräbt er nach Nahrung und benutzt sie zudem zur Verteidigung.  Die menschlichen  Tätigkeiten haben seine Verbreitung stark verringert, aber seit einigen Jahren hat in den Alpen die Anzahl dieser Tiere zugenommen. Auch auf dem Monte Baldo trifft man den Dachs häufig an.

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Er ist ein territoriales Tier, ein Nachttier und Einzelgänger. Er wohnt in Waldzonen, kann sich aber auch im offenen Gelände  aufhalten, wenn es ein Minimum an Vegetation enthält und er somit  geeignete Verstecke finden kann.  Er gräbt eine tiefe Höhle mit verzweigten Gängen und Kammern. Von der Höhle aus gehen zahlreiche Pfade nach nehreren Richtungen, die durch das  häufige Passieren des Tieres gut ausgetreten sind. Der Dachs neigt dazu, immer dieselben Steige  zu benutzen.  In der  Nähe der  Höhle kann man kleine Löcher im Boden finden (Latrinen), wo der Dachs seine Exkremente ablegt.

Er ist ein Allesfresser, nährt sich von kleinen Tieren, Brut, Wurzeln,   Früchten, Beeren und Samen.  Der Dachs hat sein Sozialleben nur während er sich vermehrt.  Die Pflege der Jungtiere erfolgt einzig von seiten des weiblichen Tieres. Es bleibt mit ihnen bis zum darauffolgenden Sommer. Ende Herbst zieht sich der Dachs in seine  Höhle zurück. Es handelt sich aber um keinen richtigen  Winterschlaf, da er während des Winters aufwacht, um zu fressen und zu trinken. Sollten die Temperaturen stark abfallen oder die Wetterbedingungen sehr schlecht sein, kann er auch mehrere Wochen in der  Höhle bleiben. In jenem Fall benutzt er das in der  günstigen Jahreszeit  angesammelte Fett.

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