BRAUNBÄR

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Bäre sind stämmige und kraftvolle Tiere mit einem dicken braunen Fell. Die Jungtiere haben allgemein ein weißes Fell um den Hals, das dann mit dem zweiten Lebensjahr verschwindet. Der Bär ist ein Sohlengänger, das heißt bei der Fortbewegung wird der Fuß jeweils mit der ganzen Sohle auf den Boden aufgesetzt, Die Füße haben auf der Unterseite schwere, behaarte Ballen und robuste nicht einziehbare Krallen. Der Gesichtssinn ist unterentwickelt, der Gehörsinn und  der Geruchsinn hingegen sehr gut ausgeprägt.

Obwohl der Braunbär zu den Fleischfressern gehört, muß er aufgrund seiner Nahrungsgewohnheiten zu den Allesfressern gerechnet werden und die pflanzliche Nahrung nimmt etwa 60% der aufgenommenen Nahrung ein. Der Rest der Nahrung besteht aus Insekten (vor allem Ameisen und Bienen), Aas und nur selten aus gejagten Tieren. Sein Nahrungsopportunismus macht ihn auch dazu fähig, seine Diät an die verfügbare Nahrung während der verschiedenen Jahreszeiten anzupassen.

Der Braunbär bevorzugt weite Wälder mit viel Unterwald, wo er die nötige Ruhe und Nahrung findet. Da er scheu, mißtrauisch und Einzelgänger ist, ist es äußerst schwierig, ihm zu begegnen. Im Gegensatz zu dem was man allgemein annimmt, ist er nicht aggressiv und greift auch nicht an, außer wenn er glaubt, sich in Gefahr zu befinden und keinen Fluchtweg hat. Den Winter verbringt er normalerweise in einem Bau, den er  meist in einer natürlichen Höhle anlegt, die der Bär oft dementsprechend verbreitet und angepaßt hat. Während der Winterruhe fällt er in einen tiefen Schlaf. Die Körpertemperatur sinkt, der Metabolismus verlangsamt und das Tier verbraucht langsam die großen Fettvorräte, die es während des Herbstes angelegt hat.

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