AUERHAHN

Der Auerhahn ist einer der größten Vögel unserer Fauna. Das Männchen wiegt bis zu 5 Kg und ist über einen Meter lang. Die Flügelspannweite erreicht 120-130 cm. Das erwachsene männliche Tier hat ein schiefergraues bis dunkelbraun gefärbtes Gefieder mit blauen und grünlichen Reflexen mit Ausnahme der Flügel und des Rückens, die braun sind und der Federn an den Seiten und dem unteren Teil des Schwanzes, die weiße Spitzen haben. Das unübliche Aussehen des männlichen Tieres wird unterstrichen von dem massivem und gehakten elfenbeinfarbigen Schnabel, einer nackten, auffallend roten Hautstelle, der sogenannten Rose über den Augen, einem weißen Spiegel am Schwingenbug, den lanzettlichen Federn am Kinn, die eine Art stehenden Bart bilden, den langen und rechtwinkeligen Steuerfedern, die einen charakteristischen großen Fächer formen, wenn das Tier den Schwanz hebt und entfaltet.

gallocedrone

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Im Gegensatz zur auffälligen Livree des Männchens steht das einfachere und mimetische Gefieder des Weibchen. Es ist braunrötlich und auf den oberen Teilen und auf den Seiten schwarz und weiß gestreift. Es ist zudem viel kleiner als das Männchen, das Gewicht beträgt die Hälfte und die Länge vom Schnabel bis zum Schwanz mißt etwa 70 cm. Bei den Jungtieren ist das Gefieder ziemlich ähnlich dem des erwachsenen weiblichen Tieres, etwas grauer bei den Männchen und rötlicher bei den Weibchen. Das Erwachsenenkleid wird im zweiten Lebensjahr erworben.

Der Auerhahn lebt in Wäldern mit vielen Lichtungen und mit viel Unterwald, die das Aussehen des Waldes sowohl in vertikaler als auch in horizontaler Ebene sehr vielfach gestalten. Die Nadelbäume und die Vegetation des Unterwaldes bieten dem Auerhahn, außer guten  Zufluchts- und Verstecksmöglichkeiten, auch die Nahrungsgrundlage: Im Sommer und Herbst Blumen, Früchte und Beeren, aber auch kleine Wirbellose, im Winter die Nadeln der Bäume, im Winter Knospen und Sprossen.

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